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Trotz unterschiedlicher Kampfkunst Ziele gemeinsam trainieren

Früher waren die Kampfkunst Ziele klar. Es ging beim Erlernen einer Kriegskunst darum, sich selbst oder seine Familie möglichst effektiv und effizient zu verteidigen. In der heutigen Friedenszeit und der modernen Welt ist dies nicht mehr die erste Priorität. In asiatischen Ländern wie China oder Japan gelten Kampfkünste auch als Familien- und auch Kulturerbe und werden unter anderem deswegen weiterhin praktiziert.

Aber auch im Westen ist man heute noch fasziniert von den Kampfkünsten und deren philosophischen Lehren. Woher kommt das? Bei der Begeisterung für Kampfsport, im Unterschied zur Kampfkunst, ist es einfach zu erklären. Körperliche Ertüchtigung, fit bleiben, seine Grenzen austesten oder sich bei Wettkämpfen mit anderen messen; all diese Punkte stehen im Vordergrund.

Kampfkunst Ziele – Mehr als nur Sport und Selbstverteidigung

Im Training oder im Kampfkunst Unterricht selbst, sind auch andere Funktionen von Belang. Bei jedem Schüler verschiebt sich der Fokus etwas. Neben der Selbstverteidigung oder dem Kämpfen lernen, gibt es weitere Eigenschaften, auf die Schüler im Training Wert legen:

  • Es geht darum Neues zu erlernen
  • Zu üben und sich selbst zu verbessern
  • körperlich und geistig fit zu bleiben
  • Dem Alltag zu entfliehen
  • Philosophien und Werte aus anderen Kulturen kennenlernen
  • Stress zu mindern oder positiven Stress zu erzeugen
  • Und vor allem Spaß daran zu haben, an dem was man tut

Diese Punkte sollte man auch beachten, wenn man als Kampfkunstlehrer die Kampfkunst an Schüler weitergibt. Jeder Schüler hat einen eigenen Charakter und somit einen anderen Fokus. Als Lehrer gilt es nun, diese Bedürfnisse zu erkennen und den Schüler individuell in seinen eigenen Stärken zu fördern.

Liebe war der Grund, eine Kampfkunst zu erlernen

Zu den individuelle Zielen, möchte ich hier eine kleine Anekdote erzählen. Eine frühere Kampfkunstschwester von mir war unglaublich schüchtern und zeitgleich unsterblich verliebt. Sie wusste, wenn sie die Gunst ihres Angebeteten erlangen möchte, dann musste sie diese Schüchternheit überwinden. Was liegt hier näher, als ein Kampfkunst zu erlernen?

Ein chinesisches Nahkampfsystem, bei dem Körperkontakt und Durchsetzungsvermögen auf der Tagesordnung stehen. So kam sie zur Kampfkunst. Ihr Ziel war, es selbstbewusster zu werden und ihre Schüchternheit abzulegen. Letzten Endes gewann sie dadurch die Liebe Ihres Lebens. Danach hörte sie mit der Kampfkunst wieder auf. Viele Jahre später war sie immer noch mit ihrem Lebenspartner zusammen.

Besiege dich selbst

Wie man sieht, geht es nicht immer darum, Selbstverteidigungs- oder Kampftechniken zu erlernen. Sie lernte kämpfen, um sich selbst zu besiegen. Sie hat ihre eigenen Schwächen überwunden und ihre Ziele erreicht. So war es auch früher. Die Kampfkunst war und ist auch heute noch ein Mittel zum Zweck, ein Werkzeug, um gewisse Ziel zu erreichen. Welche Kampfkunst Ziele man erreichen möchte, ist jedem selbst überlassen. Dies sollte man respektieren, wenn man miteinander trainiert.

Der Lehrer weiß, was gut für dich ist

Als Lehrer bekommt man schnell ein Gefühl dafür, was den Schülern wichtig ist oder wichtig sein sollte. Dementsprechend wird der Unterricht individuell gestaltet. Hier sollte man seinem Lehrer vollends vertrauen und seine Weisungen nicht hinterfragen.

Gemeinsam und nicht gegeneinander trainieren

Oft verfallen die Schüler beim Partnertraining in eine Wettkampfsituation. Man will besser sein als der andere, ihn treffen und sich selbst beweisen. Ein bisschen angeben und dadurch sein Ego stärken. Je nach Charakter bauscht man sich gegenseitig auf oder der andere fühlt sich unterdrückt. Aber beim gemeinsamen Training ist dies nicht zielführend. Es geht darum, den anderen zu unterstützen und zu fördern. Dieser soll seine persönlichen Ziele erreichen können. Im Gegenzug erwartet man dies auch von seinem Partner.

Was dem anderen Schüler wichtig ist, kann man durch Achtsamkeit erkennen oder einfach erfragen. Schnell erkennt man, worauf der andere hinarbeitet und kann ihn entsprechend unterstützen. Dadurch trainiert man gemeinsam und nicht gegeneinander. Die Kampfkunst Ziele des Einzelnen werden schneller erreicht und die Trainingsqualität gesteigert.