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Legale Selbstverteidigungswaffen im Vergleich

Legale Selbstverteidigungswaffen sind in der heutigen Zeit immer häufiger gefragt. Nicht jeder kann sich in einer Notwehrsituation verbal oder mit der eigenen Körperkraft verteidigen. Die meisten Täter suchen sich Opfer heraus, bei denen mit einer geringen Gegenwehr zu rechnen ist. Legale Selbstverteidigungswaffen schaffen somit einen Ausgleich gegenüber einem Stärkeren oder gar mehreren Gegnern.

Legale Selbstverteidigungswaffen im Vergleich

Es gibt verschiedene legale Waffen zur Selbstverteidigung, aber nicht alle sind für Jeden geeignet oder dürfen im öffentlichen Raum mitgeführt werden. Manche können intuitiv verwendet werden, bei anderen sind Tests oder regelmäßiges Üben notwendig. Nachfolgend ein Überblick von gängigen Verteidigungswaffen, welche bei Polizei, Normalbürgern oder Sicherheitskräften zum Einsatz kommen:

  • CS Gas
  • Pfefferspray
  • Pfefferspraypistole
  • Elektroschocker
  • Kubotan / Tactical Pen
  • Schlagstock
  • Tonfa
  • Quarzsandhandschuhe
  • Schrillalarm / Taschenalarm
  • Sicherheitsschirm

Legale Waffen zur Selbstverteidigung im Detail

Das Wort „legal“ ist an dieser Stelle mehrdeutig. Es gibt beispielsweise legale Waffen, welche man erst ab 18 Jahren erwerben darf. Andere wiederum darf man bereits ab 14 Jahren legal erwerben, allerdings dürfen diese nicht offiziell zur Selbstverteidigung genutzt werden. Ein klassisches Beispiel hierfür ist das sogenannte Tierabwehrspray, welches umgangssprachlich unter dem Namen Pfefferspray bekannt ist.

Des Weiteren gibt es auch noch legale Selbstverteidigungswaffen, welche man nicht im öffentlichen Raum benutzen oder tragen darf. Diese nützen dann nur für die Verteidigung im Eigenheim. Weitere Infos gibt es bei den einzelnen Verteidigungswaffen.

CS Gas

ist eine farblose, kristalline Verbindung, die als Tränenreizstoff verwendet wird. Sie wird weitläufig auch Tränengas genannt. Meist wird sie als Mittel zur Bekämpfung von Unruhen verwendet. Laut einem internationalen Vertrag zu chemischen Waffen, ist der Einsatz in Kriegsgebieten verboten. CS Gas wird hierzulande in Schreckschuss oder Druckluftwaffen eingesetzt.

Es gibt aber kleine Spraydosen zur Selbstverteidigung. Reizstoffsprühgeräte dürfen in Deutschland, abweichend von den sonstigen Vorschriften des Waffengesetzes, auch schon von Jugendlichen ab 14 Jahren verwendet werden. Gaspistolen können erst ab 18 Jahren gekauft werden. Wer aber Gaspistolen in der Öffentlichkeit mit sich Führen möchte, benötigt hierzu einen kleinen Waffenschein.

Zur Abwehr von Hunden eignen sie sich, aufgrund der geringen Konzentration nicht so sehr. Hierfür eignet sich das effektivere Pfefferspray besser.

Hier findest du die besten CS Gas Sprays.

Pfefferspray

Wenn man an legale Selbstverteidigungswaffen denkt, fällt einem direkt das Pfefferspray ein. Doch eine legale Selbstverteidigungswaffe ist es in Deutschland und anderen europäischen Ländern nicht! Pfefferspray kaufen darf man zwar rein rechtlich schon ab 14 Jahren, allerdings nur als Tierabwehrspray.

Hier findest du eine Bestenliste der Pfeffersprays.

Pfefferspraypistole

Pfefferspraypistolen haben eine ähnliche Wirkung wie das Pfefferspray. Aufgrund des entsprechenden Pistolenmechanismus sind größere Reichweiten von bis zu 7 Metern möglich. Es gibt Varianten, welche mit Gasgeneratoren betrieben werden. Dadurch entsteht ein extrem hoher Druck. Dieser ermöglicht eine Strahlgeschwindigkeit von bis zu 180km/h. Auch die pistolenartige Form kann hier bereits im Vorfeld abschreckend wirken. Aber hier muss man aufpassen, dass man von der Polizei nicht als Täter interpretiert wird, wenn die Waffe augenscheinlich gezogen wird.

Elektroschocker

Elektroschocker geben einen hohen Stromimpuls ab, welche den Angreifer außer Gefecht setzen. Sie dürfen auch ab 18 Jahren in Deutschland erworben werden. Wie sich in verschiedenen Tests herausgestellt hat, sind Elektroschocker für Selbstverteidigungszwecke eher ungeeignet. Die Sicherung eines Elektroschocker stellt im Ernstfall ein Hindernis da. Des Weiteren können sich die Batterien über die Zeit entladen und müssen somit öfters gewartet werden. Auch der Umgang mit dem Gerät bedarf einiger Übung.

Kubotan / Tactical Pen

Ein Kubotan ist ein kleiner Stock / Stab, meist aus Metall. Ein Kubotan ähnelt einem Kugelschreiber und wird deswegen auch häufig als „Tactical Pen“ bezeichnet. Dieser Selbstverteidigungs-Stick kann unauffällig als Schlüsselanhänger getragen werden und unterstützt die eigene Schlagwirkung. Somit eignet sich ein Kubotan nur für Selbstverteidigungszwecke in der absoluten Nahdistanz.

Es gibt sehr viele günstige Kubotans, in verschiedenen Farben und Formen. Hier eine Bestenliste der Kubotan

Schlagstock

Ein Schlagstock ist sicherlich sehr effektiv und kann den Angreifer schwer verwunden. Der Schlagstock ist als Selbstverteidigungswaffe aber eher ungeeignet. Der Erwerb eines Schlagstockes ist zwar ab Volljährigkeit (18 Jahren) erlaubt, aber das Tragen im öffentlichen Raum ist verboten! Somit eignet sich der Schlagstock nur für die Selbstverteidigung im Eigenheim.

Tonfa

Eine Tonfa ist ein japanischer Schlagstock mit einem zusätzlichen Quergriff. Dieser kommt meistens bei Polizeieinheiten zum Einsatz. Der Tonfa kann flexibel als Abwehrwaffe eingesetzt werden. Aber ähnlich wie beim regulären Schlagstock ist das Mitführen im öffentlichen Raum verboten. Er fällt sogar unter §42a des Waffengesetz.

Quarzsandhandschuhe

Alle Quarzsandhandschuhe vergleichen

Quarzsandhandschuhe kommen oft in der Security-Szene bei Türstehern zum Einsatz. Sie werden zwar als schlagkraftverstärkende Handschuhe bezeichnet, dienen aber eher zum Schutz der Hand. Die Wucht des eigenen Schlages wird gedämpft, so dass das Verletzungsrisiko der eigenen Hand verringert wird. Zudem bieten die Quarzsandhandschuhe einen guten Schutz gegen Messerangriffe oder andere Schnittwaffen.

Schrillalarm / Taschenalarm

Ein Schrillalarm oder auch Taschenalarm genannt, ist eine passive „Selbstverteidigungswaffe“. Beim Auslösen des Taschenalarms ertönt ein sehr lauter schriller Ton, welcher den Angreifer zum Einen abschreckt und zum anderen Hilfe alarmiert. Man kann es mit einer mobilen Alarmanlage vergleichen.

Die Lautstärke des Taschenalarms geht bis zu 120DB! Das ist so laut wie ein startender Düsenjet. Diese extreme Lautstärke schreckt einen Angreifer ab. Man selbst ist zwar auch betroffen, aber dafür hat man den Überraschungseffekt auf der eigenen Seite.

Sicherheitsschirm

Der Sicherheitsschirm ist im Grunde ein sehr stabiler Regenschirm, welcher auch als optimale und legale Selbstverteidigungswaffe dient. In dem Beitrag: Selbstverteidigungsschirme im Vergleich, gehen wir bereits näher auf diesen ein.

Im Vergleich zu einem herkömmlichen Regenschirm, weist der Sicherheitsschirm eine sehr hohen Stabilität auf. Selbst bei mehrmaligem Schlagen bricht der Schirm nicht durch und auch die Funktionalität eines Regenschirmes bleibt erhalten.

Frau wehrt Angreifer mit einem Selbstverteidigungsschirm ab

Frau wehrt Angreifer mit einem Selbstverteidigungsschirm ab

Der SV-Schirm ist nicht nur deutschlandweit, sondern weltweit legal. Dieser wird in erster Linie als Gebrauchsgegenstand und nicht als Waffe deklariert. Der Schirm wird mittlerweile auch Sicherheitsschirm genannt, aufgrund seiner Stabilität hält er auch Sturm und starken Windböen stand.

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Wie kommt es zu einer Selbstverteidigungssituation? Die Opferrolle

Ein Täter sucht sich logischerweise ein schwächeres Opfer aus, um entsprechende Erfolge zu erzielen. Die Gründe des Täters können beispielsweise sein:

  • Diebstahl oder Raub
  • Körperliche Übergriffe (Schubsen, Begrapschen bis hin zur Vergewaltigung)
  • Diskriminierung von Minderheiten
  • Ausgleichen eines geringen Selbstwertgefühls
  • Dominanz und Stärke präsentieren (vor Freunden)

Sicherlich gibt es noch viele andere Beispielen, was Menschen dazu bewegt anderen Menschen Schaden zuzufügen. Wer sich dem Thema Selbstverteidigung auseinandersetzt, begreift schnell, dass sich die Täter meist Menschen heraussuchen, die den Anschein haben schwächer zu sein. Und genau hier kommen legale Selbstverteidigungswaffen ins Spiel.

Sofern man nicht in eine überfallartige Situation gerät, kann man alleine mit selbstbewusstem Auftreten und Androhen einer körperlichen Selbstverteidigung bereits schlimmeres verhindern. Eventuell überdenkt der Angreifer seinen Übergriff, aufgrund des aggressiven Verhaltens.

Das Zeigen und Androhen mit einer zusätzlichen Verteidigungswaffe unterstützt dieses präventive Selbstverteidigungsverhalten. Sieht ein Täter ein mögliches Opfer mit einem Gegenstand in der Hand, z.B. einen Regenschirm oder Ähnliches, dann wird man ggf. nicht als Tatobjekt in Erwägung gezogen. Somit hat der Selbstverteidungsschirm hierbei auch einen präventiven Vorteil. 

Du selbst bist auch eine legale Selbstverteidigungswaffe

Bei legalen Selbstverteidigungswaffen denkt man in erster Linie an Verteidigungsgegenstände. Aber du selbst bist auch dazu in der Lage, dich zu verteidigen. Die Gegenstände helfen dir dabei und erhöhen deine Effizienz. Aber letzten Endes musst du auch gewillt sein dich oder deine Familie zu schützen. Mit SV-Kursen oder regelmäßigen Training fällt dir das leichter.

Aber auch wenn du untrainiert bist oder keine Selbstverteidigungswaffen bei dir trägst kannst du dich verteidigen. Lautes Schreien, Drohhaltung, Hilferufe oder extremes ungewohntes Verhalten dienen ebenfalls als gute Abschreckung. Diese und weitere psychologische Tricks erhältst du beispielsweise in dem Buch Kampfhypnose. Mit einer guten Abschreckung ist der Angreifer vielleicht verwirrt und lässt von seinem Vorhaben ab. Somit ist ein vermiedener Kampf auch ein gewonnener Kampf.

Fazit für legale Selbstverteidigungswaffen

Legale Selbstverteidigungswaffen haben unterschiedliche Anforderungen und Einsatzgebiete. Welche zu einem selbst passen, muss jeder für sich entscheiden. Wer Kampfkunst Vorkenntnisse hat oder bereits Waffenkampf (z.B. Escrima) ausübt, für den eignen sich natürlich Nahkampfwaffen wie z.B. der Sicherheitsschirm.

Wer viel Körperkraft / Schlagkraft besitzt, für den sind schlagkraftunterstützende Verteidigungswaffen (z.B. Palmstick / Kubotan) von Vorteil. Wobei auch erwähnt werden muss, dass eine gewisse Übung vorausgesetzt wird.

Das Pfefferspray eignet sich für Menschen mit wenig Körperkraft und hält den Angreifer auf Distanz. Also überwiegend ideal für Frauen oder ältere Menschen. Bedacht werden sollte allerdings, dass rein rechtlich gesehen, das Pfefferspray nur gegen Tierangriffe eingesetzt werden darf.

Wer eine gänzlich pazifistische Einstellung zur Verteidigung hat, für den eignen sich der Schrillalarm. Somit kommt allenfalls das Gehör etwas zu Schaden.

Alle Selbstverteidigungswaffen findest du hier nochmal im Überblick.

Selbstverteidigungswaffen im Überblick

Letzten Endes ist die beste Selbstverteidigung immer noch eine, die nicht vorkommen muss. Achtsamkeit im Umgang mit der Umwelt, den Menschen und auch mit sich selbst, hilft im Vorfeld brenzliche Situationen zu vermeiden.

In diesem Sinne wünschen wir eine selbstverteidigungsfreie Zeit!

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