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Kampffilme galten lange Zeit als das klassische Pendant zum amerikanischen Western und haben sowohl echte Perlen der Filmgeschichte als auch richtige Helden hervorgebracht. Die klassischen Eastern-Filme aus dem asiatischen Raum haben weitaus mehr zu bieten, als es so mancher Cineast auf den ersten Blick zu glauben scheint.

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Kampffilme und Martial Arts Filme von Eastern bis Hollywood

Kampffilme, in denen die fernöstliche Kunst des Martial Arts thematisiert und eindrucksvoll zur Schau gestellt wurde, sind längst schon über ihren Status des Exoten herausgewachsen und haben überdies auch einen großen Einfluss auf die Hollywood-Produktionen gehabt, so dass Stars wie Bruce Lee oder Jackie Chan mittlerweile Kultstatus genießen.

Wer sich mit der Thematik Kampffilme bislang noch nicht nennenswert auseinandergesetzt hat, aber ein großes Interesse an der Auswahl asiatischer Kampffilme verspürt, der möchte natürlich wissen, welche Titel in die Rubrik Beste Kampffilme und auf die Merkliste gehören oder welche Titel im Bereich Kampfsportfilme geflissentlich ignoriert werden können.

Diese Kenntnis ist wichtig, da nicht alle asiatische Kampffilme zu den qualitativ hochwertigen Machwerken der Filmgeschichte gehören, sondern vielmehr in die Rubrik B-Movies eingeordnet werden. Auch wenn die Kampfszenen fantastisch sind, treffen diese Filme nicht jeden Geschmack. Das Genre der Martial Arts Movies, ist eben ein Kapitel für sich. Wer sich aber mit der asiatischen Kultur auseinander setzt, weiss es dennoch entsprechend zu schätzen. Denn im asiatischen Raum waren die vermittelten Werte der Kampfkunst in der Kultur tief verwurzelt, was insofern natürlich auch Auswirkungen auf die Unterhaltungsindustrie hatte. Diese sind auch eine Hommage an die früheren Erzählungen und an die geschichtlichen Verläufe, beispielsweise bei den verschiedenen Dynastien in China und Japan.

Die Klassiker der Legende Bruce Lee

Der Name Lee ist zweifelsohne eng mit der Rubrik Beste Kampffilme aus dem asiatischen Raum verknüpft, da der Meister durch Kampffilme international berühmt wurde. Bis zu seinem Tod im Jahr 1973 hatte sich Lee einen eindrucksvollen Namen im Bereich Martial Arts und Kampfsportfilme erarbeitet und stieß nicht nur in China auf positive Kritik.

Insbesondere die Filme „Todesgrüße aus Shanghai“ und „Die Todeskralle schlägt wieder zu“ und „Der Mann mit der Todeskralle“ in jede gut sortierte DVD-/Blu-Ray-Sammlung eines begeisterten Cineasten gehört.

Zwar sind diese Kampffilme bereits ein wenig in die Jahre gekommen, doch markieren sie einen wichtigen Punkt in der asiatischen Filmgeschichte. Bruce Lee hat das Genre des bis dato eher exotischen Eastern, auf ein völlig neues Niveau gebracht. Bedauerlicherweise verstarb Bruce Lee im Jahr 1973 mit nur 32 Jahren, so dass sein letzter Auftritt im Film „Mein letzter Kampf“, der auch unter dem Alternativtitel „Game of death“ auf den Markt kam, nur per Footage-Technik vollendet werden konnte.

Die drei großen international erfolgreichen Kampffilme des Meisters werden noch heute als Beste Kampffilme bezeichnet, so dass die Legende von Lee durch seine Filme weiter lebt.

Todesgrüße aus Shanghai

In dem Film aus dem Jahr 1972, der eher als Geheimtip der Kampffilme anzusehen ist, spielt die Legende Lee den Schüler Chen-Zhen, der aufgrund politischer Verwicklungen im von den Japanern besetzten Shanghai versteckt werden muss. Aus Liege zu seiner Mitschülerin akzeptiert er dies, doch will er unbedingt den Mörder seines Lehrers Huo zur Strecke bringen. Der Film glänzt eher durch die Kampfszenen als durch eine gut durchdachte oder logische Story, aber „Todesgrüße aus Shanghai“ ist ein Klassiker im Bereich der Kampffilme so dass Hardcore-Cineasten über die schlechte Bild- und Tonqualität sowie die Lücken in der Handlung gern hinwegsehen können. Bedenkt man, dass die Legende Lee überhaupt nicht so viele Filme gemacht hat, so ist der Titel definitiv ein Muss für die Sammlung.

Die Todeskralle schlägt wieder zu

Der Film, der im Jahr 1972 auf den Markt kam, ist international auch unter dem Titel „Die Faust des Drachen“ bekannt geworden. Bruce Lee war bei diesem Film nicht nur als Hauptdarsteller in der Rolle des Tang Lu zu sehen sondern vielmehr auch als Drehbuchautor und Regisseur tätig. Die Handlung an sich ist sehr schnell erzählt – ein Kritik-Punkt, den sich Martial Arts Filme oder Kampffilme aus dem asiatischen Raum zu dieser Zeit nur zu häufig ausgesetzt sahen. Tang Lu reist ins ferne italienische Rom, damit er der schönen Chen Ching-hua hilfreich zur Seite stehen kann. Gangster wollen das Restaurant von Chen übernehmen und Tang Lu muss sich im finalen Showdown vor dem Kolosseum dem amerikanischen Kampfsportmeister Colt stellen.

„Die Todeskralle schlägt wieder zu“, ist einer der besten Kampffilme der asiatischen Filmkunst seiner Zeit und hat sich international den Kultstatus längst verdient. Aufgrund seiner mitunter brutalen Kampfszenen ist dieser Titel aus dem Genre der Kampffilme in mehreren Versionen auf den Markt gekommen, doch auch die ungekürzte Fassung ist heutzutage noch erhältlich.

Der Mann mit der Todeskralle

Der Titel, der im amerikanischen Raum als „Enter the dragon“ veröffentlicht wurde, gehört in die Rubrik Beste Kampffilme und ist überdies ein besonderer Film. Es ist der letzte vollständige Film, in dem Lee mitwirkte. Die Machart unterscheidet sich massiv von den bisherigen Titel der asiatischen Kampffilme, da ein größeres Augenmerk auf die Story gelegt wurde.

Lee spielt das gleichnamige Mitglied des Shaolin-Tempels, der von dem Millionär Han zu einem Turnier eingeladen wird und dieser Einladung auch folgt. Als zweiter Hauptdarsteller ist der amerikanische Schauspieler John Saxon zu sehen, der mit dieser Rolle den Durchbruch schaffte. Wer sich für Kampffilme interessiert und trotzdem auf eine gute Story wert legt, für den ist „Der Mann mit der Todeskralle“ unvermeidbar.

Kampffilme nach dem Ableben des Meisters Lee

Auch nach dem Ableben von Bruce Lee, waren die Kampffilme nicht am Ende. Wurden Kampfsportfilme von amerikanischen Regisseuren weitestgehend ignoriert, so wurden die Eastern Movies nach dem Ableben des großen Meisters auch im Westen zunehmend populärer. In den 1980er Jahren erschien mit Jackie Chan der würdige Nachfolger des großen Meisters auf der Leinwand, der sich zunächst mit dem Titel „Der Meister aller Klassen“ einen Namen im Bereich Kampffilme machte.

Aber auch Amerikaner wie Steven Seagal, der im Titel „Nico“ glänzte, machten sich durch diese Filme einen Namen auf der großen Bühne. Auf dieser Welle erschienen auch Filme wie „Karate Tiger“ mit Jean Claude van Damme, die die Kategorie Beste Kampffilme teils neu definierten.

In diesem Zusammenhang der Kampffilme muss definitiv auch der Titel „Karate Kid“ mit Ralph Macchio und Pat Morita erwähnt werden, auch wenn dieser Film anders als die anderen Filme zuvor eine andere Machart anschlug und daher nur bedingt in die Kategorie Martial Arts Kampffilme eingeordnet werden kann. Da jedoch das Karate als Kampfkunst einen wesentlichen Bestandteil des Films einnimmt, so hat „Karate Kid“ zweifelsohne in der Kategorie Kampfsportfilme seinen Platz verdient.

Der Einfluss auf Blockbuster Produktionen

Im Gegensatz zu den 1970er Jahren und dem Arsenal asiatischer Kampffilme, erlebte der Martial Arts Film durch neue Filme in den 1980er und 1990er Jahren eine Wandlung. Stars wie Jackie Chan und Chuck Norris brachten die Kampfsportfilme auf ein neues Niveau und vermischten auch scheinbar unvereinbare Genres wie Komödie und Martial Arts erfolgreich miteinander. Besonders Filme wie „Die Feuerwalze“ oder „Armour of God – der rechte Arm der Götter“ sowie „Armour of God – der starke arm der Götter“ sind hier besonders hervorzuheben.

Chuck Norris

Gerade Chuck Norris erlangte durch Kampffilme seinen heutigen Kultstatus, da der Amerikaner als westliches Gegenstück zu Bruce Lee gehandelt wird. Auch wenn er hierzulande eher mit Chuck Norris Witzen in Verbindung gebracht wird, hat er trotzdem großes Kino produziert. Filme mit diesem Mann gehören sozusagen pauschal auf jede Merkliste, da die actionlastigen Titel auch stets Martial Arts Elemente enthielten und die komödischen Elemente in diesen Filmen eher eine Seltenheit und nicht zu platt waren.

Die klassischen Martial Arts Filme der frühen asiatischen Filmkunst hatten allerdings auch einen eher passiven Einfluss auf Hollywood-Produktionen, da asiatische Protagonisten sehr häufig den bösen Part in den Actionfilmen aus Hollywood einnahmen. Hervorragende Beispiele hierfür sind Filme wie Black Rain mit Michael Douglas und Andy Garcia, die sich mit dem Schurken Yusaku Matsuda in Japan auseinandersetzen mussten.

Schleichender Einzug nach Hollywood

Auch die allseits beliebte Reihe „Lethal Weapon“ mit Mel Gibson und Danny Glover, erlebten den Einfluss der Martial Arts Kampffilme. Wurde der Hauptdarsteller Mel Gibson in seiner Rolle als Polizeiofficer Martin Riggs bereits im ersten Teil als Meister der asiatischen Kampfkunst dargestellt, so musste Riggs dieses Können im bislang vierten und letzten Teil der Reihe im Kampf gegen Jet Li unter Beweis stellen. Da Mel Gibson zu diesem Zeitpunkt im Jahr 1998 bereits merklich in die Jahre gekommen war, was dankenswerterweise auch im Film eindrucksvoll thematisiert wurde, ging dieser Kampf nicht ohne merkliche Blessuren für den Charakter Martin Riggs aus – am Ende jedoch gewannen natürlich die Guten. Dennoch kann dieser Titel im erweiterten Sinne auch der Rubrik Kampffilme zugeordnet werden.

Beste Kampffilme 2012

Kampffilme schienen ihre großen Zeiten nach den 1970er und 1980er Jahren schon ein wenig hinter sich gehabt zu haben, doch beweisen immer wieder Releases, dass das Genre noch nicht gänzlich tot ist. Wer sich Kampffilme 2012 zu Gemüte führen will, der wird allerdings ein wenig näher den Markt sondieren müssen.

Ab der Zeitspanne 2010 wurden die reinen Kampffilme als solche nicht mehr produziert, da die Titel nahezu ausnahmslos mehrere Genres miteinander vereinten. Dennoch gibt es auch gute Kampffilme 2012, die das Herz von so manchem Cineasten höher schlagen lassen. Zu den bekannteren Titeln gehören „Armour of God – Chinese Zodiac“ oder „The Man with the iron fists“, die wieder „back to the roots“ gingen und im asiatischen Raum produziert wurden.

Mit diesen beriden Titeln wurde das Erbe von Bruce Lee aufgegriffen und das totgeglaubte Genre der Kampffilme versucht wiederzubeleben. Diese Kampffilme hatten, im Gegensatz zu den früheren Kino Produktionen, ein großes Budget und konnten demnach auch mit erheblich besseren Bild- und Tonqualitäten auftrumpfen.

Kampffilme aus dem asiatischen Raum der früheren Zeit hätten hiervon ebenfalls merklich profitieren können, allerdings muss dazu gesagt werden, dass die Kampffilme von Lee ihren Kultstatus aus anderen Gründen erhalten haben. Auf jeden Fall wird damit bewiesen, dass Kampffilme sich noch immer gut vermarkten lassen.

Armour of God – Chinese Zodiac

Jackie Chan begibt sich in seiner Rolle als Asian Hawk auf eine überaus gefährliche Schatzsuche um zwölf Artefakte zu finden, die weltweit verstreut sind. „Chinese Zodiac“ gilt als dritter Teil der „Armour of God“ Reihe, die bereits in den 1980er Jahren ihren Anfang nahm. Diese beiden Filme muss der Cineast jedoch nicht zwingend gesehen haben, um bei „Chinese Zodiac“ seine helle Freude zu haben obgleich der Titel nur eingeschränkt in die Kategorie Kampffilme gehört. Jackie Chan brennt ein Feuerwerk ab, so dass dieser Film definitiv seinen Platz in der Kategorie „beste Filme“ aus dem asiatischen Raum verdient hat. Da Chan sein Können nicht verlernt hat, so kann die „Armour of God“ Reihe durchaus als Martial Arts Kampffilme bezeichnet werden.

The Man with the iron fists

Wer die Tradition der alten asiatischen Kampffilme aufleben lassen möchte, der ist bei diesem Titel genau richtig. „The Man with the iron fists“ spielt im China des 19 Jahrhunderts und hat alle Elemente der klassischen Kampffilme. Die Geschichte ist eher dünn gehalten, jedoch konnten damit Martial Arts Filme in den seltensten Fällen glänzen. Die Actionszenen sind jedoch überaus gelungen so dass Bruce Lee an diesem Film höchstwahrscheinlich sein Erbe in guten Händen gewusst hätte.

Geheimtipps für die Merkliste der Kampfkunst Fans

Wie man merkt, vermischten sich im Laufe der Jahre die reinen Eastern Filme mit vielen anderen Film Genre. Auch die massentauglichen Filme im Kino sind zwar häufig mit guten Kampfkunst Szenen ausgestattet, konzentrieren sich aber auf andere Bereiche. Dennoch gibt es ein paar Geheimtipps der besten Kampffilme, welche die Kunst des Kampfes in den Vordergrund stellen.

Jet Li – Kampfkunst auf hohem Niveau, damals und heute

Jet Li zählt zu den gefragtesten Schauspielern in Hollywood, zumindest was die Martial Arts Szene anbelangt. Und das kommt nicht von ungefähr, denn Filme wie Hero, Fearless oder Fist of Legend oder Unleashed, gehören allesamt zu den Blockbustern unter den Geheimtipps.

Donnie Yen – aufsteigender Star in der Martial Arts Szene

Donnie Yen zählt definitiv zu den berühmtesten Martial Arts Schauspielern der Neuzeit. Seine große Fan-Gemeinde ist verdient und berechtigt. Mit der Filmreihe Ip Man, wurde er auch im Westen zu einem bekannten Gesicht der Martial Arts Genre und erzielt eine sehr hohe Wertung.

Aufgrund dessen spielt er verdient auch die Rolle eines blinden Jedi Meisters im neuen Star Wars Kino Film 2016 „Rogue One“. Dort stellt Donnie Yen seine eindrucksvolle Kunst des Nahkampfes erneut unter Beweis.

Fazit

Kampffilme haben, wie die Kampfkunst selbst, eine lange Geschichte und viele Wandlungen hinter sich. Die historischen Erzählungen und Überlieferung der Helden und Kaiser wurden lange bevor es das Kino gab, noch mündlich oder schriftlich weitergegeben. Die asiatische Unterhaltungsindustrie griff dies auf und übertrug es auf die Leinwand. Gepaart mit asiatischem Humor entstanden die Eastern und Kung Fu Filme.

Die erfolgreichen Actionfilme wiederum macht sich dies ebenfalls zu Nutze und bauten die Kunst des Nahkampfes in die Filme mit ein. Stars wie Bruce Lee, Jet Li oder Chuck Norris erschufen eine große Fan-Gemeinde und machten es Hollywood reif.

Heutzutage sind die Kampfszenen in Action-Filmen ein wichtiger Bestandteil und nicht mehr wegzudenken. Geheimtipps wie Fist of Legends, Ip Man 1-4, Hero oder Fearless gehören zu den Meilensteinen der Kampffilme Ära.

Bildnachweise (von oben nach unten):

Foto: Image8262-65 panorama[2012-05-30].jpg von Jam Project CC BY 2.0