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Hapkido – koreanische Kampfkunst

Eckdaten

Namensbedeutung: Hapkido Hap = "vereinigen"; Ki = "Lebensenergie"; Do = "Weg"; zusammen übersetzt: „Weg der harmonischen Energie“ oder „Lehre der Entwicklung der Lebensenergie zu einem Gleichgewicht“
Entstehungsdatum: ~ Anfang 20. Jahrhundert
Ursprungsland: Korea
Kampftechniken:
(Waffenlos)
Hauptsächlich Abwehrtechniken mit Hebel- und Wurftechniken. Angriffe sind Tritt- und Schlagtechniken. Fallschule, Atemtechniken und Waffenabwehr werden ebenfalls unterrichtet.
Waffenkampf:
Eingesetzte Waffen: Kurzstock, mittellanger Stock, Langstock, Spazierstock, Schwert, Fächer, Messer und Fesseltechniken mit Gürtel oder Seil

Hapkido Einführung

Hapkido ist eine koreanische Kampfkunst, deren Usprung im japanischen Daito ryu Aiki-jujutsu liegt. Sie wurde durch viele andere Kampfstile beeinflusst und entwickelte sich zunehmend zu einer eigenständigen, stilübergreifenden Kampfkunst.

Hapkido Techniken

Durch den Einfluss verschiedener Kampfstile gibt es einen umfassenden Lehrplan. Besonders charakteristisch sind die zahlreichen Hebeltechniken und Würfe, welche meist für die Abwehr genutzt werden. Schlag- und Tritttechniken werden für den Angriff angewandt. In manchen Hapkido Stilen wird das Training durch die Handhabung verschiedener Waffen ergänzt. Oft sieht man auch kreisförmige und fließende Bewegungen.

Geschichte

In den 1910er Jahren viel Korea unter die japanische Herrschaft. Der Koreaner Choi Yong-sul wurde mit ungefähr acht Jahren in die japanische Stadt Moji gebracht. Dort lernte er, laut eigener Aussage, das japanische Daito-ryu Aiki-jujutsu von dem Samurai Takeda Sokaku. Takeda war auch der Lehrer von Ueshiba Morihei (dem Begründer des Aikido). Insofern teilen Hapkido und Aikido die selben Wurzeln. Nachdem die japanische Kolonialzeit vorüber war, kehrte Choi wieder nach Korea zurück. Dort unterrichtete er seine erlernte Kampfkunst.

Verbreitung durch Ji Han-jae

Einer seiner ersten Schüler war Ji Han-jae (1936 geboren), der einen entscheidenden Beitrag für die Entwicklung, Geschichte und Verbreitung des Hapkidos beitrug. Ji Han-jae gründete mit 20 Jahren eine eigene Kampfkunstschule und hatte zahlreiche Schüler. Zusätzlich war er als Schauspieler in mehreren Kinofilmen tätig und erlangte weltweiten Ruhm, unter anderem durch eine lange Kampfszene mit Bruce Lee in dessen Film „Mein letzter Kampf“. Ji Han-jae war auch als Bodyguard für Präsident Park Chung-hee tätig. Er nutzte seine guten politischen Verbindungen und verbreitete es dadurch weiter. Im Verlauf seiner weiteren Karriere wurde er Hapkido-Trainer für verschiedene Einsatzkräfte:

  • staatliche Sicherheitskräfte
  • koreanischen Polizei
  • koreanischen Spezialeinheiten
  • Militär.

Fazit

Die relativ junge koreanische Kampfkunst hat japanische Wurzeln. Sie bedient sich an einer Vielzahl von Techniken für alle Kampfdistanzen. Die Kraft der Gegner wird aufgenommen und mit kreisförmigen Bewegungen umgeleitet. Aufgrund des geschichtlichen Verlaufs, wurde sie unter anderem bei staatlichen Spezialeinheiten eingesetzt.



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Bildnachweise (von oben nach unten):

Hapkido Foto DSC_0066.JPG von Scott Feldstein CC2.0

Weblinks:

wikipedia.org/wiki/Hapkido