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Drei essentielle Gründe für Kampfkunst

Es gibt viele Gründe für Kampfkunst und warum diese bis heute noch immer sehr verbreitet ist. Dies liegt unter anderem daran, dass der Mensch biologisch genauso funktioniert wie vor mehreren tausend Jahren. Er hat zwei Arme, zwei Beine, einen Torso und einen Kopf. Die Selbstverteidigung und das Schützen des eigenen Körpers vor fremder Gewalt ist seit jeher ein Instinkt.

Natürlich haben die Entwicklung unserer Gesellschaft und diverse Erfindungen wie z.B. Schusswaffen die Notwendigkeit, eine Kampfkunst zu erlernen, gedämpft. Doch in Wahrheit haben sich die Notwendigkeiten lediglich verschoben. Heutzutage kommen Kampfkunstinteressierte nicht primär wegen der Selbstverteidigung in eine Kampfkunstschule. Fernöstliche Faszination, Philosophie, Gesundheit oder die familiäre Kultur steht im Vordergrund. Diese Dinge sind heute auch in der westlichen Welt umso wichtiger geworden.

Die Ausbildung der Kung Fu Schule Martin Sewer baut grundsätzlich auf drei Pfeilern auf: Gesundheit, Geist & Kampf.  Gesundheit und Geist haben heutzutage mehr Wert in unserer Gesellschaft. Dennoch sind alle drei “Säulen” unzertrennlich in einer Kampfkunst enthalten. Demnach bietet dieses System dem Schüler auf jeder Stufe und zu jeder Zeit Förderung und Herausforderungen auf allen drei Ebenen.

Einer der Gründe für Kampfkunst ist die Gesundheit, Beweglichkeit und die Förderung des eigenen Körpers

Einer der Gründe für Kampfkunst ist die Gesundheit, Beweglichkeit und die Förderung des eigenen Körpers

Gesundheit

Gesundheit ist einer der Gründe für Kampfkunst. Über mehrere tausend Jahre hinweg, aus der Notwendigkeit heraus sich und seine Familie, vielleicht sogar täglich, vor Über- und Angriffen zu schützen, lernten die praktizierenden Menschen, dass regelmässiges, wenn nicht sogar tägliches Training unabdingbar für ein erfolgreiches, gutes Leben ist.

Mit der Zeit merkte man abseits des Kampfes aber auch, dass die regelmässig zu wiederholenden Übungen so ausgelegt werden mussten, dass sie keine negativen Spuren beim Praktizierenden hinterlassen. Die Übungen im System mussten über die Jahre so umgesetzt werden, dass es nicht zum körperlichen Verschleiss, sondern zur körperlichen Stärkung und lebenserhaltender Wirkung kommt.

Die heutig ausgeführten Übungen und Bewegungen reichen bis zur Zeit der Gründung erster Kampfkunst-Familien zurück, und haben seit jeher nicht an ihrer positiven Wirkung auf den Ausführenden eingebüsst. So ist es für uns keine Besonderheit mehr, wenn diverse Schüler, welche mit einem Bandscheibenvorfall oder einem Knieproblem den Unterricht beginnen, Monate später von einer deutlichen Besserung, wenn nicht sogar von einer vollständigen Genesung berichten.

Was sind wir bereit zu geben, um gesund zu werden, wenn wir sterbenskrank sind? Die Antwort ist: Alles. Denn wir wissen, dass es ohne Gesundheit schwerer ist, das Schöne im Leben zu geniessen. Dies zeigt, dass die eigene Gesundheit auch heute immer noch ein unbezahlbares Gut darstellt. Man kann die Frage auch umgekehrt stellen: Wenn wir bei guter Gesundheit sind, wie viel sind wir dann bereit, regelmässig zu investieren, damit das so bleibt?

Der geistliche, philosophische Teil der Kampfkunst, spielt ebenfalls eine große Rolle.

Der geistliche, philosophische Teil der Kampfkunst, spielt ebenfalls eine große Rolle.

 

Geist

Der Geist, Achtsamkeit und Psyche sind weitere wichtige Gründe für Kampfkunst. Der Geist wird beim Anfänger zu Beginn der Ausbildung vor allem durch die neuen physischen Herausforderungen geschult. Durch das Halten von Positionen und Memorieren diverser teil koordinativ anspruchsvollen Abläufen werden zahlreiche mentale Fähigkeiten geschult. Des Weitern lernt der Schüler bei uns die Gepflogenheiten einer traditionellen Kung Fu Schule, und dass jeder seine feste Position hat. Der Anfänger wird von den Fortgeschrittenen unterstützt und von seinem Lehrer (Sifu) oder einem stellvertretenden Instruktor ausgebildet.

Zudem zeigt er Respekt und Bereitschaft, die bewährte Kunst erlernen zu wollen. Später, wenn bereits wieder neue Schüler die Ausbildung begonnen haben, wird der Schüler automatisch durch sein Weiterkommen in die Position eines fortgeschrittenen Schülers gehoben und trägt somit mehr Verantwortung für die neueren Schüler.

Der Kreis schliesst sich und eine traditionelle Kung Fu Familie entsteht, welche den Charakter des einzelnen Schülers regelmässig schult Selbstverständlich sind auch diverse Tugenden bekannt, welche man durch die Ausbildung aufgefordert ist, mit fortschreitender Zeit umzusetzen. Tugenden wie z.B. Disziplin, Respekt, Eigenkontrolle, Mut und Aufmerksamkeit.

Anwendungsbeispiel mit Martin Sewer

Anwendungsbeispiel mit Martin Sewer

Kampf

Der Kampf um das eigene Leben war, wie anfangs angedeutet, die ursprüngliche Motivation für die Entwicklung hoher uralter Kampfkunst Systeme wie das unsere. Somit ist dies eine der offensichtlichen und wichtigsten Gründe für Kampfkunst. Auch wenn der Stellenwert der Selbstverteidigung durch unsere relativ sichere Gesellschaft nicht mehr so hoch ist wie damals, so sind die Vorteile einer Kampfausbildung auch in der heutiger Zeit nicht von der Hand zu weisen. So gewinnt der Schüler z.B. an Selbstvertrauen. Aber das System überzeugt auch mit seiner enormen Effizienz. Entwickelt im Kampf um Leben und Tod, zum grossen Teil auch in Kriegen auf dem Schlachtfeld, existieren bei unserem traditionellen Kampfsystem auch heute keine Regelwerke, welche den Praktizierenden im Falle eines Angriffs einschränken würden.

Effizienz ist immer noch das höchste Gebot. Es gewinnt nicht der Stärkere, oder gar die Überzahl an Angreifern, sondern allein die Effizienz der prinzipienorientierten Techniken, welche dem Schüler nach jahrelangem Üben in Fleisch und Blut übergehen. Da es im Unterricht vorwiegend um Prinzipien geht, ist es nicht notwendig, viele Techniken auswendig zu lernen. Das Verstehen der Prinzipien steht im Vordergrund und erlaubt es dem Schüler mit der Zeit, das Gesamtbild des Systems immer besser zu verstehen.

Fazit – Gründe für Kampfkunst

Man sieht: auch tausende von Jahren nach der Entstehung unseres Systems ist der Benefit für den Einzelnen immer noch enorm. Und dies bereits ab einer Investition von zwei Lektionen pro Woche. Die Gefahrenlage hat sich wie erwähnt verschoben. Tägliches Überleben bei effizientem Nahkampf liegt nicht mehr an der Tagesordnung. Die Wurzeln der Prinzipien und Fähigkeiten (physischer und mentaler Natur), welche unterrichtet werden, reichen weit in die Vergangenheit. Doch ihr Wert ist heute nach wie vor so gut wie unbezahlbar.

Das “zwei Mal pro Woche”-Training, stellt natürlich erst das minimale “Paket” für den Interessenten dar. Denn heute gilt wie damals: Wer mehr trainiert, der wird bei uns schneller besser. Bei uns kann man, wenn man will, sechs Mal pro Woche trainieren, lernen und weiterkommen. Reisen, Trainingscamps und Seminare kommen natürlich noch hinzu. Diese erlauben es, dem Schüler noch konzentrierter und effizienter vorwärts zu kommen. Die alt bewährte Kunst in der heutigen, modernen Zeit kann so zum eigenen Vorteil genutzt werden. Sei es nun wegen der Gesundheit, der mentalen Haltung oder der Fähigkeit, sich und seine Liebsten schützen zu können.